Sigi Grabner radelt...
Tag 1: Sigi der Pilgner ist in Lugo gelandet
Hier ein Ausschnitt aus Sigi Grabners Online Tagebuch zu seiner Reise "Von Andorra bis ans Ende der Welt":
Tag 1:
´La Massana (Andorra) – La Seu d’Urgell (Kajakweltcupstrecke) – Gerri de la Sal – Alt de Perve®s – Pont de Suert( bringt Glück) – Castellon de Sos - Ainsa (Provinz Huesca)
224 km, 3.300 Hoehenmeter, 9h 20 min,
224 Euro für Wings For Life
Die Pyrenäen sind sooo schoen, aber wahnsinnig schwer zu fahren ! Ich war heute sehr lang unterwegs, bin kaum stehengeblieben, wollte den gestrigen Tag aufholen. Wegen des schweren Unwetters und der Ueberschwemmungen habe ich den Start um einen Tag verschoben. Die Strecke ging auf der Südseite der Pyrenäen von Andorra aus nach Spanien hinunter und dann westlich ueber mehrere Pyrenenpässe. Und jetzt muss ich es sagen : meine Tour in den Alpen vom letzten Jahr war nur zum Aufwärmen für heuer !!
Die Pyrenäen sind viel giftiger zu fahren, unglaublich steile kurze Anstiege, die man nicht vorher ahnt, und - es ist sehr sehr heiss ! Eine trockene Hitze, die dich fertig macht.
Es war ein sehr extremer Tag heute: um 7.30 bei der Abfahrt in Andorra hatte es kaum 8 Grad , und dann in Aragon und Huesca um die 38 Grad, das haut dich um.
Nach La Seu d’Urgell (wo die Kajak Olympiastrecke und jedes Jahr ein Kajak Weltcup geffahren wird ) ging es gen Westen weiter. Ich kam durch einen Ort namens « Bonansa » und so kam ich mir auch vor, SEHR WILD DIESER WESTEN. Es ist trotzdem eine wunderschöne Gegend, im mit den höchsten Pyrenäengipfeln, den Montes Maldidos mit 3.400m Höhe. Überall begene ich Kletterern , Raftern und Kajakfahreren, es ist ein Sportparadies für Kletterer und Wildwasserfahrer. Viele schöne Nebenstrassen zum Radeln, nicht viel los, ich komme langsam vom Stress los. Irgendwann überholt mich ein ganzer Trupp Motorradfahrer, mindestens 15 mann – mit Imster Kennzeichen. Ausgerechnet ! Auf dem Pass machen sie Halt und als ich bei ihnen vorbeifahre und « Grias Eich Tiroler » rufe, da schauen sie ziemlich ungläubig.
Mein Fazit:
Im Vergleich zu den Alpen, sind die Pyrenaen viel schwerer zu fahren, giftiger. Sie sind zwar nicht so hochgelegen, aber haben unvemutete, steile Anstiege, keine sanften Serpentinen (ich LIEBE SERPENTINEN) sondern gnadenlose 8-9% kilometerlange kerzengerade Anstiege !! Schweiss perlt.
Ins Hotel komme ich mit meinem Rad an der Hand, einer Salzkruste am ganzen Koerper, und im Gesicht. Der elegante Rezeptionist hat keine Miene verzogen, wahrscheinlich kommen jeden Tag solche vorbei wie ich.
Weitere Informationen zu Sigi Grabner, seinen Projekten und der Rad-Tour 2009 gibt es im Internet unter:
www.sigigrabner.com
www.wingsforlife.com
Sigi Grabner - 03/06/2009